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Wie zeichnet sich die Qualität von Brennholz oder Kaminholz aus?

Die Qualität von Brennholz oder Kaminholz hängt von folgenden Faktoren ab:

⁃ von der Baumart, die möglichst lange und gleichmäßig brennt

⁃ von einem hohen Heizwert

⁃ von einem ausreichend hohen Trocknungsgrad, der eine effiziente Verbrennung und geringen Rußpartíkelausstoß bewirkt

⁃ von einer verwendbaren Größe der abgehängten und gespaltenen Stücke, also üblicherweise 25 cm oder 33 cm Scheitlänge und bis zu etwa 10 cm Dicke

⁃ und von einer geeigneten Verpackungseinheit – von der Kleinmenge in Kartons oder Netzen bis hin zum Sterholz auf Palette oder als Schüttgut – meist angeboten als Schüttraummeter (SRm)


BRENNHOLZ – was ist sein WERT?

Welcher Preis ist bei Brennholz angemessen?

Die ständige und immer wiederkehrende Frage ist: was kostet das Brennholz?     UND: ist das nicht zu teuer?

 

Dazu sollte man etwas über die Beschaffung des geeigneten Holzes und die Bearbeitung bis zum ofenfertigen Scheitholz wissen:

1. Im Wald werden die passenden Erntebestände und dort die Bäume ausgesucht, die Brennholzmaterial ergeben – ggf auch als Nebenprodukt des ganzen Baumes

2.  Der Baum wird gefällt, entastet, abgelängt und in Sorten aufgetrennt – eine davon ( oder z.T. auch der gesamte Baum ) ist Brennholzmaterial

3. Das Brennholz wird entweder in 4-m-Stücke oder in 1m-Stücke  abgelängt, und an die Waldstrasse zum Abtransport gebracht. Das machen entweder Forwarder ( Holzrückemaschinen mit Kran und Korb zum Aufladen ) oder Schlepper, die das Holz am Seil aus dem Bestand ziehen.

4a. Auf einem Ausarbeitungsplatz die 1-m-Längen aufgespalten ( mittels hydraulischem Holzspalter )  und in Poltern mit kreuzweiser Lagerung zum Trocknen an der Luft eingelagert – z.T.  1 Jahr lang ( und auf der Oberseite gegen Regen abgedeckt ) D

4b. Die 4-m-Längen werden über Brennholzanlagen auf die Ofenlänge eingekürzt ( 25 cm oder 33 cm ) und gespalten. Das Produkt wird i.d.R. in Gitterkörben aufgefangen und zum Trocknen eingelagert – bei natürlicher Trocknung an der Luft – mit ebenfalls einer Verweilen von ca 1/2 Jahr.

4c.Als Alternative – und wenn das trockene Holz ausgegangen ist – wird notfalls  frisch gespaltenes Holz auch in grossen Trockenkammern auf unter 20 % heruntergetrocknet – 1 Woche lang mit Wärme und Gebläse.

5. Für die Auslieferung werden dann verschiedene Varianten angeboten:           – lose in einer grossen Wanne oder einem grossen Sack                                       –  lose auf  einem LKW oder einem KFZ-Anhänger                                                  – aufgesetzt auf Paletten und mit einem Lattengerüst gesichert                         – aufgesetzt auf einer EURO-Palette und mit einer Streichfolie gesichert           – abgepackt in Säcken zu je 5 – 8 kg                                                                           – abgepackt in Kartons in unterschiedlichster Ausfertigung, mit bis zu 30 kg – Zustellung

Das Brennholz durchläuft eine ganze Reihe von Prozessen – mit z.T. schwerer und gefährlicher Arbeit – und viel Zeitaufwand.

Zu teuer?

 

 


Abrechnungsmaße fürs Holz

Festmeter, Ster, Raummeter, Schüttraummeter, Schlichtraummeter, Kubikdezimeter, Gewicht

Holz wird auf verschiedene Weise gemessen – entsprechend sind die Bezugseinheiten unterschiedlich für ganz unterschiedliche Nutzer:

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weniger geeignete Baumarten

Manchmal werden – vor allem bei Billig-Angeboten – Erle, Baumweide, Pappel, Aspe und Linde angeboten.

Erle und Baumweide bilden durch Einlagerungen in die inneren, nicht Wasser führenden Baumpartien Kernholz, das damit verfärbt und recht fest wird – und somit als Brennholz verwendet werden kann. Allerdings sollte man vorzugsweise Holz aus den stärkeren Stammabschnitten verwenden, die bereits diese Verkennung aufweisen.

Pappel, Aspe und Linde brauchen alle viel Wasser für ihr Wachstum und wachsen rasch. Das bedeutet: sie entwickeln große Holz-Zellen, die dann bei anteilig wenig Zellwandanteil viel „Hohlraum“ als Wasserspeicher aufweisen – und damit eine vergleichsweise geringen Heizwert haben.
Für die praktische Nutzung:  das Holz dieser Baumarten brennt schlecht an,  dann aber schnell ab.
Zudem lassen sich diese Baumarten schlecht aufschneiden und spalten – für den Praktiker ein Graus.


gut geeignete Baumarten

Als Brennholz werden im Allgemeinen folgende Baumarten angeboten und verwendet:

Hartlaubholz – das sind vor allem Buche, Hainbuche, Eiche, Esche
Birke und

Nadelholz – Fichte, Kiefer

Am Besten eignet sich Buche bzw. Hainbuche, die sich gut entzünden lassen, im Vergleich zu den anderen Baumarten relativ lang und gleichmäßig abbrennen – bei hohem Brennwert.
Gut brennt auch die Esche, die aber einen etwas geringeren Brennwert hat als die Buche.  Sie kommt im Vergleich selten vor und wird deshalb als Brennholz kaum angeboten.
Die Eiche brennt ebenfalls relativ gut, aber im Vergleich zur Buche fängt sie nicht so schnell Feuer und sie brennt auch weniger gleichmäßig ab. Das mag wohl an den Einlagerungsstoffen  ( Gerbstoffe ! )  liegen, die den Kern des Eichenholzes braun werden lassen, es aber dadurch auch imprägnieren.

Die Birke brennt rasch an, brennt sehr rasch und heiß ab und hat einen hohen Heizwert. Zudem wirkt sie durch ihre schneeweiße Rinde als Kaminholz – vor dem Ofen gestapelt – sehr dekorativ. Als reines Brennholz ist sie jedoch durch ihr rasches Abbrennen weniger praktisch als die Buche.

Das Holz der Fichte ist harzhaltig. Vor allem frisch eingeschlagenes Holz riecht deshalb  (im Wald) intensiv nach ätherischen Ölen. Vorteil: Das Holz brennt durch den Harzgehalt schnell an. Nachteil: es verbrennt relativ schnell – bedingt durch die Holzstruktur („leichte Bauweise = weniger „Substanz“). Auf jeden Fall kann man mit Fichtenholz einen Ofen schnell warm bekommen, muß aber häufig nachlegen und aufpassen, daß es dann nicht ZU warm wird.
Für die Kiefer gilt das Gleiche wie für die Fichte. Regional wird – wegen des örtlichen Vorkommens der jeweiligen Baumart – entweder Fichte oder Kiefer angeboten.


Was wird als Brennholz verwendet?

Im Prinzip kann Holz in jeglicher Ausformung und jeder Baumart, frisch oder trocken, dünn oder dick verbrannt werden. Dabei gibt es für den Hausgebrauch grosse Unterschiede:

 

Der Nutzer möchte regelmäßig

– eine gut ( ver-) brennbare Baumart, die möglichst lange und gleichmäßig brennt und              einen hohen Heizwert hat

– ein ausreichend hoher Trocknungsgrad, der eine effiziente Verbrennung und geringen            Rußpartíkelausstoß bedeutet

– eine verwendbare Größe der abgehängten und gespaltenen Stücke, i.d.R 25 cm oder               33 cm Scheitlänge und bis zu etwa 10 cm Dicke

– eine handelbare Verpackungseinheit – von der Kleinmenge in Kartons oder Netzen                  bis hin zum Sterholz auf Palette oder zum Schüttgut – vors Haus gekippt,                          angeboten als Schüttraummeter


was genau ist Brennholz oder Kaminholz?

Brennholz oder Feuerholz heißt zunächst jedes brennbare Holz, unabhängig zu welchem Zweck es eingesetzt wird. Brennbar ist Holz immer, unabhängig von Baumart, Größe, Feuchtegrad und Alter. Allerdings hängt die Brennbarkeit von der Energie ab, die aufgewendet werden muß, um das Holz zum brennen zu bringen.

Wenn wir heute von Brennholz reden, dann ist das in der Regel Holz, das zum Befeuern von Öfen,  Kaminen oder kleineren offenen Feuerstellen geeignet ist. Es soll also leicht zu entzünden sein und gleichmäßig und beständig abbrennen. Dafür ist die Qualiät von Brennholz ausschlaggebend.

Gut geeignetes Brennholz, das auch noch optisch attraktiv ist und deshalb gerne für den Kamin verwendet wird, wird dem entsprechend  Kaminholz genannt.